Rezept – Zaubernüsse

Rezept drucken 7 Kommentare

  • Zutaten für ca. 50 Nüsse:
  • 1 Dose gezuckerte Kondensmilch
  • optional ca. 50g Walnüsse oder andere
  • 400g Mehl
  • 100g Zucker
  • 250g Butter oder Margarine
  • 2 Eier
  • 1/4 TL Backpulver
  • 1 Päck. Vanillezucker
  • Zubehör:
  • Waffeleisen mit dem Zaubernuss-Feature :)

Zubereitung:

Zaubernüsse - Russische Kekse

Mal wieder ein Rezept. Diesmal etwas außergewöhnliches, weil man dafür techn. Werkzeug braucht :) Zum Nachteil derer die es nicht haben, aber so teuer ist ein Waffeleisen nicht und geschmacklich sind die Nüsse ein Hammer.

Als erstes wird die Kondensmilch/Milchmädchen mit Wasser bedeckt und mind. 2 Stunden gekocht.
Die Dose bleibt bitte geschlossen! Nicht wundern wegen dem Foto, es ist nur eine Dose notwendig.
Die Kondensmilch kann grundsätzlich viele Tage vorher gekocht werden.
Die Dose ist zu und hält sich eine Ewigkeit.
Dabei wird der enthaltene Zucker karamelisiert.
Je länger ihr kocht, desto dunkler, aber nicht übertreiben.
2,5 Stunden wären auch ok.

Butter/Margarine, Zucker und Eier verrühren.
Am besten mit einem Mixer und Knetaufsätzen.

Backpulver, Vanillezucker und Mehl vermischen und zusammen mit der Buttermasse durchkneten.

Nun kann es losgehen.
Den Waffeleisen aufheizen und parallel aus dem Teig kleine Kugeln formen.
Die Kunst besteht darin die Kugeln nicht zu klein und nicht zu groß werden zu lassen.
Sind die zu klein, dann passen die einzelnen Hälften nicht so gut aufeinander und die Zaubernüsse verdienen das Prädikat “Zauber” nicht mehr.
Sind die zu groß, dann hat man noch mehr Arbeit und muss später das Überflüssige wegschneiden.
Fazit: besser zu groß, als zu klein!

Waffeleisen aufgeheizt? Dann befüllen und zwischen 3 bis 4 Minuten backen lassen.
Je nachdem wie dunkel ihr es mögt. Während des Backens weiter fleißig Kugeln formen.
Das Ergebnis sollte möglichst nicht so aussehen, wie auf dem Nachfolgenden Foto.
Die Kugeln sind besonders in der ersten Reihe zu klein gewesen.
Links unten ist die Nusshälfte gut gelungen, die Ränder werden später abgeschnitten.

Hier ein Vergleich zur ungefähren Kugelgröße.
Nach dem Prinzip “try and error” werdet Ihr zu Kugelspezis.

Ergebnisse aus dem Presswerk:

Ihr seid mit dem Backen fertig, auch die Kondensmilch ist abgekühlt, dann ran an die Hochzeit.
Milchmädchen ist ja normalerweise weiß. Hier das Ergebnis nach zwei Stunden Kochen.

Mit einem Teelöffel befüllt Ihr die einzelnen Hälften und versteckt 1/8 der Walnuss in der Mitte.
Anschließend klebt ihr die einfach zusammen.

Am effektivsten seid ihr, wenn Ihr es nach Fließband-Art fertigt.
1. Ränder von allen Nusshälften entfernen
2. Alle Hälften mit Milchmädchen füllen
3. Nuss platzieren oder auch nicht
4. Hochzeit – Hälften zusammenfügen

Es ist viel Arbeit, dennoch relativ einfach.
… und der nächste Earl Grey oder Caffè doppio wird um eine weitere Gaumenfreude ergänzt. ;)
Lasst es Euch schmecken!

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (5 Bewertungen, durchschnitt: 4.80 von 5)
Loading ... Loading ...

7 Antworten zu “Rezept – Zaubernüsse”

  1. Anne sagt:

    Wow, das klingt wahrlich exotisch und verführerisch zugleich! Mal sehen, ob sich solch ein Waffeleisen auftreiben lässt!

  2. Barbara sagt:

    In der Art habe ich kürzlich welche in einem russischen Supermarkt gekauft – davor hatte ich sie noch nie gesehen.

    Toll, dass man die Zaubernüsse auch selber machen kann. Das ist ganz schön aufwändig, aber bestimmt total lecker. Danke, Eugen! :-)

  3. alin sagt:

    Eugen, mal wieder ein genialer Ausflug in die russische Küche. Vielen Dank für Deine Mühe und das super Rezept!

  4. Eugen sagt:

    Es freut mich, dass das Rezept vorerst Anklang findet.
    Mal schauen wie die Reaktionen werden, nachdem Ihr es ausprobiert habt. ;)
    Anbei noch ein Paar Tipps für den Kauf:
    - Die Wölbungen, die am Ende für die Dicke der Wände entscheidend sind, sollten größer sein
    - Mit Efbe-Schott sind die aus meiner Sicht etwas zu dick, daher schmecken die Nüsse weniger cremig
    - Ich verzichte da gerne auf die Walnuss, damit die Nüsse cremiger werden
    - Grundsätzlich gibt es auch eine Gas-Alternative, schaut euch ruhig um

    Zaubernuss ist nicht eine 1:1 Übersetzung. Ich entnahm diese Bezeichnung der beigelegten Beschreibung zum Waffeleisen. In Russland bzw. ehemaligen CCCP heißen die einfach Nüsse – орешки (Oreschki). Dafür gab es auch einen speziellen Waffeleisen für Gas-Herde, der abgeleitet von der Nuss quasi nicht Waffeleisen sondern Nussgerät heißt = орешница (Oreschniza). Sucht im Netz nach орешница und schaut euch die Bilder an. Ihr werdet die anderen Gas-Geräte finden.

    Das Rezept ist übrigens nicht typisch russisch, dieser stammt aus der Beschreibung, wobei ich statt Margarine Butter nahm und Walnuss + Milchmädchen hinzufügte. Es gibt auch im russischen Web Rezepte mit Butter und Mayonnaise 50% 50%. Habe ich aber noch nicht ausprobiert.

  5. Noch nie gesehen – sehr interessant!

  6. Lilli sagt:

    Oreschki!
    Das ist ja toll, da mal ein Rezept im deutschsparichen Internet für zu sehen. Ich verbinde damit immer die Weihnachtszeit, denn nur dann wurde der Aufwand getrieben, welche zu machen.

    Allerdings kenne ich die Füllung anders als hier vorgestellt: das ist eine Creme, die außer der karamellisierten Milchmädchen auch die abgeschnittenen Ränder der Nusshälften enthält (zerbröselt); gehackte Walnüsse, Butter und vielleicht sogar noch Honig (als sei es nicht auch so schon süß genug) waren auch noch dabei. Und ganz, ganz wichtig war, die Oreschki einige Tage durchziehen zu lassen, damit sie ganz zart und saftig wurden, weil die Waffeln direkt nach dem backen noch ziemlich hart sind.

    Ach ja, da werden Erinnerungen wach… :)

  7. Eugen sagt:

    @Lilli
    Aufgrund der dicken Nusswände mit meinem Waffeleisen empfehle ich alles trockene wie Nüsse und Randabschnitte draußen zu lassen. Alles Cremige kann dagegen rein. Manche mischen etwas Kakao in den Teig. Variationen gibt es viele.

    Danke für den durchaus sehr wichtigen Hinweis mit dem “Durchzug” ;)
    Nach einer Woche haben mir die Oreschki auch besser geschmeckt, allerdings wird dies sicherlich Geschmackssache bleiben. Aber man kann es ja mit ein Paar Nüssen ohne Weiteres ausprobieren. 90% den Nüsse zeitnah verspeisen und mit 3..4 ein Experiment wagen. Nr. 1 nach einer Woche, Nr. 2 nach 2 Wochen usw… Spätestens wenn sie einen an Pidan erinnern, würde ich es lassen. ;)

Hinterlasse eine Antwort